aktuelle Entwicklung der Gemeinde Loitsche
zum Dorf | das Kaliwerk | nach der Wende
BauernhofMit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie 'Stendal - Magdeburg' vollzogen sich einige bedeutsame Veränderungen im Dorf. Zuvor waren Land- und Forstwirtschaft, Obstbau und Handwerk die Haupterwerbsquellen. Zahlreiche stattliche Bauernhöfe bezeugen das.
Mit Eröffnung der Bahnlinie und der Errichtung des Bahnhofes Loitsche (mit Verladekran und Rampe) entstanden weitere Erwerbsquellen. Einige Bürger verdingten sich in Magdeburg als Arbeiter in der Industrie. Später kamen Ausflügler und Sommerfrischler aus der Stadt zur Erholung in den Ort. Rings um den Bahnhof entstand eine florierende Gastronomie, die erst nach dem 2. Weltkrieg niederging.
Abraumhalde Durch die günstigen Transportbedingungen kamen auch der Obst- und Spargelanbau zum Aufschwung.
1963 begann der Aufbau des Kaliwerkes "Ernst Schneller" auf der Loitscher und Zielitzer Gemarkung. Diese Entscheidung beeinflusst die Entwicklung der Region bis heute. Der Entschluss, den Kalibergbau in der Region zu erhalten, sicherte hier wichtige Arbeitsplätze. Leider sind dem Abbau von Kali auch auch erhebliche Umweltschäden zu verdanken. Das wirkte sich leider verheerend auf den Obstanbau in den umliegenden Dörfern aus. Eine andere Auswirkung für die Gemeinde war der Verlust an Einwohnern, der als Folge des Wohnungsbauprogramms der DDR in den 80er Jahren eintrat. Vor allem junge Familien zogen nach Zielitz und Wolmirstedt, wo kurze Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz möglich waren. Damals lebten nur noch 850 Einwohner in Loitsche.

Mit der Wende wurde die kommunale Selbstverwaltung wieder eingeführt. Zusammen mit vielfältiger Förderung durch Bund und Land konnte die Kali und Salz GmbH Kassel die Umweltbelastungen verringern und Schäden beseitigt werden. Durch zahlreiche Maßnahmen wurden Altlasten beseitigt und die Vitalität und die Schönheit der Landschaft am Rande der Colbitz-Letzlinger-Heide und dem Landschaftschutzgebiet Lindhorster-Ramsedter-Forst wieder hergestellt werden. 

Das Ortsbild hat sich deutlich verändert. Die Freiwillige Feuerwehr und Vereine wie der Sportverein SSV Eintracht Loitsche-Zielitz eV gewannen neue Mitglieder und konnten ihre materielle Ausstattung verbessern. Insgesamt hat sich die Infrastruktur deutlich verbessert, was zu Folge hatte, dass die Einwohnerzahl wieder angestiegen ist.

Durch aktive Wirtschaftsförderung konnten neue Industriebetriebe entstehen und Gewerbebetriebe ihre Leistungsfähigkeit festigen. Die MAGNA Naturstein GmbH ist mit 8 ha Fläche und ca. 60 Beschäftigten der zweitgrößte Arbeitgeber nach der Kali und Salz GmbH

Mit Unterstützung der Kali und Salz GmbH wurde erstmalig eine Theaterstück auf dem Salzberg aufgeführt. Der Legendäre Luis Ferdinand Prinz v. Preußen erhält hier eine Ehrung, die Kulturlandschaft im Ohrekreis eine einzigartige Bereicherung.
Ein umfassende Berichterstattung findet man unter www.ok-region.de .